Mein Werdegang als Märchenerzählerin ist ein sehr langer, aber bis vor kurzem unbewusster gewesen.

Ohne es zu planen oder auch nur zu ahnen, habe ich mich mein ganzes Leben darauf vorbereitet. Ich bin U.S.-Amerikanerin, und als Kind war ich eine Leseratte und eine Märchenbegeisterte. Mit elf Jahren kam ich für ein Jahr nach Wien, lernte dort Deutsch und verliebte mich in Europa. Und das war der Grund, weshalb ich später an der Universität in den U.S.A. Germanistik, also deutsche Literatur- wissenschaft, studierte — denn ich wusste, mit dem Studium war immer ein Auslandsjahr verbunden. So vertiefte ich meine Literaturkenntnisse und verbrachte immer wieder Zeit in Österreich und Deutschland. Später wurde ich auch Übersetzerin (Deutsch / Englisch). Und irgendwann einmal...hörte ich ein paar Märchenerzähler und dachte, das wäre was für mich. Seit September 2013 mache ich also Fortbildungen und Kurse im Märchenerzählen und in Märchenkunde. In einem davon habe ich meine drei Märchenfreundinnen kennengelernt: Helga Bieber, Annemarie Oldenburg und Dorothea Richwinn-Diera, die den Märchenquell im Ruhrkreis gegründet haben, - und nun gehöre ich auch dazu. Ich erzähle auf Deutsch und Englisch für Erwachsene und Kinder und spiele oft dabei die Tin Whistle (irische Blechflöte). Nun fühle ich mich, als wäre ich beruflich endlich zu Hause angekommen.